Samnaun wurde erst um das Jahr 1000 besiedelt. Die Bauern im Unterengadin waren auf der Suche nach neuen Weidegründen und gelangten ins Samnauntal. Der Weg, den die Bauern damals mit dem Vieh begingen, führte wahrscheinlich über den Fimberpass und das Zeblasjoch, die heute als Wander- und Bike-Weg begangen werden können. Die Bauern kamen im Sommer mit dem Vieh ins Samnauntal und gelangten im Herbst wieder zurück ins Unterengadin. Erst um ca. 1200 haben sich einige Bauern von Ramosch und Vnà entschlossen, in Samnaun sesshaft zu werden. Im Winter war das Tal oft komplett von der Aussenwelt abgeschnitten. Nebst den Passübergängen ins Unterengading bestand auch ein Ochsenkarrenweg Richtung Spiss und Pfunds. Die erste Strasse nach Samnaun wurde nach 5jähriger Bauzeit 1912 eröffnet.

Da Samnaun einfacher vom Tirol zugänglich war und weil sich in Samnaun im Gegensatz zum Unterengadin im 16. Jahrhundert der katholische Glaube durchgesetzt hat, pflegten die Samnauner Handelsbeziehungen mit dem Tirol. Dies führte zu einem starken Einfluss der tiroler Kultur auf Samnaun, auch auf ihre Sprache: Von der ursprünglichen Sprache Romanisch, wie sie die ersten Samnauner sprachen, entwickelte sich immer mehr ein Gemisch aus Tiroler Dialekt und Romanisch. Heute sprechen die Samnauner ausschliesslich den Tiroler Dialekt, jedoch sind die Wurzeln insbesondere bei den ausschliesslich romanischen Flurnamen im Samnauntal immer noch sichtbar.

Erfahren Sie mehr über die Samnauner und deren Besiedlung im Buch "Vom alten Leben in Samnaun", das von Herrn Karl Jenal-Ruffner geschrieben wurde. Dieses Buch ist in der Gäste-Information Samnaun erhältlich.

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