Künstler von nah und fern

Nachwuchs-Musiktalente aus den Niederlanden lassen gemeinsam mit Schweizer Ausnahmekünstlern des Seminars Hofwil bei Bern die Unterengadiner Bergwelt musikalisch erklingen. Die Nachwuchsmusiker des Königlichen Konservatoriums in Den Haag reisen eigens für diesen Anlass in die Schweiz. Mit den Räumlichkeiten auf gewagter Höhe sind diese Tage nicht nur für Gäste eine Expedition – sondern auch für Instrumente, Musiker und Organisatoren.

Nachwuchstalente aus dem Königlichen Konservatorium Den Haag

Das Koninklijk Conservatorium – das Königliche Konservatorium – in Den Haag, ist eine Fachhochschule für Musik und Tanz und zählt zu den führenden Musikinstitutionen der Niederlande.

Das Konservatorium wurde 1826 von König Wilhelm I. gegründet. 1990 fusionierte das Königliche Konservatorium mit der Königlichen Akademie der Bildenden Künste zur Hochschule für Bildende Künste, Musik und Tanz und bildet nun deren Fakultät Musik und Tanz. 

Das Königliche Konservatorium bietet Bachelor- und Master-Studiengänge auf den Gebieten Musik der europäischen Klassik, Alte Musik, Jazz, Sonologie (Schall- und Klangwissenschaft), Bild und Ton/Kunstwissenschaft, Klangkunst, musikalische Komposition, Ballett, Oper, Creative Arts und Darstellende Kunst. Außerdem gibt es Professuren für „Lebenslanges Musiklernen“ und für „Artistry21“ (Konzertartistik im 21. Jahrhundert), sowie einen Master-Studiengang Musikpädagogik.

KünstlerInnen 2016

Machteld Koopmans

Machteld Koopmans,  Violine

Machteld Koopmans (20. Juli 2000) war 6 Jahre alt, als sie mit dem Violinspiel bei ihrer Lehrerin Lionoor van Duijne Stobosch begann. Fünf Jahre später ging sie an die Schule für Nachwuchstalente am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Dort besuchte sie den Violinunterricht bei Koosje van Haeringen. Inzwischen ist sie in der 4.Klasse des Gymnasiums. Sie spielt im Atheneum Kammerorchester des Königlichen Konservatoriums in Den Haag und hat 2015 an der erfolgreichen Tournee nach Finnland teilgenommen.

Im Sommer 2014 nahm Machteld an der „Streicher-Akademie Stringtime NiederRhein“ in Goch (Deutschland) und im Sommer 2015 am Meisterkurs Kloster Schöntal (Deutschland) teil. Im März 2016 gewann Machteld zusammen mit Sedna Heitzman den zweiten Preis am Finale der Region West des Prinzessin Christina Wettbewerbs. Aufgrund dieses grossen Erfolgs wurden die beiden Violinspielerinnen von Domestica Rotterdam eingeladen, während der kommenden Saison als Solistinnen aufzutreten. Diesen Sommer wird Machteld als Musikerin des Jugendorchesters der Niederlanden an der Sommertournee teilnehmen, welche unter anderem bis nach Prag führen wird.

Machteld spielt eine Violine von Willem Bouman, Jahrgang 2002, welche sie als Leihgabe erhalten hat.

Jurre Koopmans

Jurre Koopmans, Violoncello

Es erstaunt nicht, dass Jurre Koopmans (13 Jahre) im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel begann, denn Musik spielt in seiner Familie eine zentrale Rolle. Mit grosser Freude begann er mit dem Unterricht bei Wiesje van Eersel und schon bald klar, dass das Violoncello sein Instrument ist. Seit 2012 besucht Jurre den Unterricht bei Lucia Swarts an der Schule für Nachwuchstalente am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Hier geht er auch zur Schule. Er ist Mitglied des Celloensembles des Atheneum Kammerorchesters des Königlichen Konservatoriums in Den Haag.

Im Juni 2014 war Jurre Finalist des Koninklijk Concertgebouw Wettbewerbs und er konnte im ausverkauften Kleinen Saal sein Programm aufführen. 2015 nahm er als jüngster Cellist an der Cellobiennale in Zutphen (Niederlande) teil, inklusive einer Meisterklasse von Dmitri Ferschtman. Im gleichen Jahr wurde er mit einer ehrenvollen Erwähnung am Prinzessin Christina Wettbewerb (Region West 1) ausgezeichnet.

Jurre spielt auf einem Violoncello, welches Saskia Schouten (1998, Heusden, Niederlande) gebaut hat. Sein Cellobogen ist durch Daniel ter Berg angefertigt (±1975, Den Haag). Sowohl sein Violoncello als auch sein Cellobogen wurden ihm vom Nationalen Musikinstrumentenfonds der Niederlanden zur Verfügung gestellt. In Ergänzung zum Cellospiel singt Jurre mit viel Hingabe im Matrosenchor Den Haag, mit welchem er kürzlich im ausverkauften Concertgebouw Amsterdam die Dritte Sinfonie von Gustav Mahler auftrat.

Anne Sophie van Riel

Anne Sophie van Riel, Viola

Anne Sophie van Riel (28. März 1999) war sechs Jahre alt, als sie bei der lokalen Musikschule Gouda mit dem Violinspiel begann. Es wurde sehr schnell klar, dass sie eine aussergewöhnliche Passion und viel Talent für dieses Instrument hat und sie setzte ihren Unterricht bei Elinoor van Duijne-Strobosch fort.

Im Jahre 2011 wurde sie an der Schule für Nachwuchstalente am Königlichen Konservatorium in Den Haag angenommen und wurde durch Koosje van Haeringen unterrichtet. Im Dezember 2015 entschied sie sich, das Instrument zu wechseln und die Viola wurde zu Ihrem Hauptfach. Den Unterricht nimmt sie jetzt bei Liesbeth Steffens.

Anne Sophie ist Mitglied des Atheneum Kammerorchesters des Königlichen Konservatoriums in Den Haag. Sie hat an mehreren Meisterklassen und Wettbewerben teilgenommen, unter anderem an der „Streicher-Akademie Stringtime NiederRhein“ in Goch und im Kloster Schöntal (Deutschland).

Sedna Heitzman

Sedna Heitzman

Sedna Heitzman (20. Juni 2000) begann mit fünf Jahren mit dem Violinspiel an der Musikschule Alphen am Rhein. Ab Mitte 2011 hat sie Unterricht von Elinoor van Duijne Strobosch erhalten und ist Mitglied des Viotta Jugendorchesters in Den Haag. Im Jahre 2012 wurde sie an der Schule für Nachwuchstalente am Königlichen Konservatorium in Den Haag angenommen.

Zur Zeit ist Sedna in der 4.Klasse der Pre-Hochschulausbildung und nimmt am Unterricht bei Koosje van Haeringen teil. Ihre Violine, ein Instrument in Leigabe , wurde 2015 durch Wolfram Neureither angefertigt. Sedna ist Mitglied des Atheneum Kammerorchesters (AKO) des Königlichen Konservatoriums in Den Haag. Zudem spielt sie in verschiedenen Ensembles und auserwählten AKO-Projekten mit.

Sie gewann im März 2016 zusammen mit Machteld Koopmans den zweiten Preis am Finale der Region West des Prinzessin Christina Wettbewerbs. 

Radvilė Nevulytė

Radvilė Nevulytė

Radvilė Nevulytė wurde am 18. September im Jahre 2000 in Athen/Griechenland geboren. Mit 6 Jahren bekam sie ihre erste Geige und dann begann ihre musikalische Ausbildung. Radvilė lernte an der M.K. Čiurlionis Schule der Künste in Vilnius/Litauen. Ihre erste Geigenlehrerin war Beata Maria Šmidtiene.
Seit Sommer 2014 lebt Radvile mit der Familie in der Schweiz und besucht die Talentförderklasse des Gymnasiums Hofwil. Sie studiert an der Hochschule der Künste Bern in der Klasse von Prof. Monika Urbaniak. Radvile hat an mehreren Wettbewerben teilgenommen. Im Jahre 2010 bekam sie den 2. Preis im 5. internationalen S. Sondeckis Wettbewerb für junge Geiger, Cellisten und Pianisten in Šiauliai/Litauen, im Jahre 2012 wurde sie zur Laureatin des nationalen Balys Dvarionas Wettbewerbs in Vilnius/ Litauen, im Jahre 2016 folgte der 2. Preis des Schweizer Jugendmusikwettbewerbes.

Zehnder Marha

Martha Verena Zehnder

Am 19.10.98 wurde ich als drittes von vier Kindern in Bern geboren. Bei uns zuhause wurde viel musiziert, aktiv machte ich im Blockflötenunterricht bei meiner Mutter meine ersten musikalischen Erfahrungen. Das Blasen gefiel mir und ich wollte dann möglichst rasch auf Klarinette wechseln. Dieser Wunsch wurde mir erfüllt: Ab 2007 erhielt ich Unterricht bei Gerrit Boeschoten an der Musikschule Gürbetal. Daneben spielte ich bald schon im Jugendorchester der Musikschule, mit dem ich später als Solistin auftreten durfte. 2009 war ich erstmals Preisträgerin (2.Preis) des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs und 2011 gewann ich den 1.Preis. 

2014 wurde ich in das Talentförderungsprogramm des Konservatoriums Bern aufgenommen. Gleichzeitig wechselte ich zu Ernesto Molinari (Dozent an der Hochschule der Künste Bern), bei dem ich bis heute Klarinettenunterricht nehme. Am Gymnasium Bern Hofwil bin ich in der Talentförderungsklasse Musik. Gleichzeitig in verschiedenen Ensembles und Orchestern mitwirken zu können, ist für mich von grosser Bedeutung. Ich bin erste Klarinettistin im Jugendorchester Köniz und durfte im Rahmen eines Jugendprojektes bereits zweimal im Berner Sinfonieorchester mitspielen.  2016 gewann ich am Finalwettbewerb des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbes den 2. Preis.

Fabian Meinen

Fabian Meinen

Fabian Meinen wurde am 23. April 2000 in Bern geboren. Er lebt mit seiner Familie zusammen in Niederscherli in der Nähe von Bern. Dort absolvierte er die obligatorischen Schuljahre und wechselte 2014 an das Gymnasium Hofwil. Seine musikalische „Karriere“ startete er als Geiger und wechselte im Alter von 9 Jahren an die Singschule der Musikschule Köniz. Er sang in verschiedenen Chorformationen der Singschule und begann mit der Stimmbildung bei Anett Rest. Als Mitglied der Singschule bekam er die Gelegenheit an verschiedenen Opernproduktionen des Stadttheater Bern mitzuwirken. So zum Beispiel als „Hirtenknabe“ in Puccinis „Tosca“. Seine musikalische Ausbildung wurde durch das Talentförderprogramm des Verbandes der bernischen Musikschulen ergänzt. Zur Zeit nimmt er bei Vilislava Gospodinova Gesangsunterricht.

Aline Sophie Christ

Aline Sophie Christ

Mein Name ist Aline Sophie Christ. Ich wurde am 22.9.1999 geboren. 2005 fing ich mit dem Cellospiel an der Musikschule Köniz bei Bernhard Maurer an. Im Jahre 2013, wechselte ich in die Klasse von Denis Severin an die Hochschule der Künste Bern (HKB). Dabei besuchte ich das Talentförderungsprogramm des Gymnasium Hofwil. Seitdem profitierte ich von zahlreichen Meisterkursen u.a in Polen und Spanien. Ich hatte dabei u.a Unterricht bei David Pia, Rafael Rosenfeld, Sascha Noustroev, Rebecca Firth, Michal Dmochowski, Serguei Mesropian und Pavel Gomziakov.

Foto Isobel Warmelink
Isobel Warmelink

Isobel Warmelink

Isobel Warmelink (Rotterdam 1996) begann mit dem Violinspiel, als sie vier Jahre alt war. Im Alter von neun Jahren begann sie bei Koosje von Haeringen mit dem Unterricht an der Schule für Nachwuchstalente am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Seit 2013 hat sie Unterricht bei Vera Beths und ist heue im dritten Studienjahr am Königlichen Konservatorium. 

Seit ihrem siebten Lebensjahr spielt Isobel mit viel Freude in Orchestern und Kammermusikensembles. Sie spielt vorwiegend Violine, ist inzwischen aber auch auf der Viola versiert. In Den Haag spielte sie lange Zeit beim Atheneum Kammerorchester (AKO), in den letzten Jahren als Stimmführerin Viola und als 1.Konzertmeisterin. Als Kind nahm sie bereits regelmässig an verschiedenen Jugendwettbewerben teil, wobei sie mehrere Preise gewann. Im Jahr 2012 war sie Preisträgerin in den nationalen Finalen der Iordens Viooldagen und des Prinzessin Christina Wettbewerbs. Im Jahr 2013 gewann sie den ersten Preis und den Publikumspreis beim Violinwettbewerb NTR Davina van Wely.

In letzter Zeit tritt sie regelmässig auf, meistens in Piano Begleitung. Sie gibt auch Konzerte mit verschiedenen Kammermusikensembles. Unter anderem trat sie als Solistin auf beim Orchester AKO, bei Sinfonia Rotterdam, beim Nationalen Jugendorchester der Niederlande (NJO). Kürzlich war sie mit dem Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela am European Soloist Festival in Caracas als Solistin zu hören in den Zigeunerweisen De Sarasates. Isobel spielt eine italienische Violine von Bernardus Calcanius aus dem Jahre 1755, und einen Bogen von Eugène Sartory, angefertigt um 1900, beides Leihgaben der Niederländischen Musikinstrumenten Stiftung (NMF).

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