Hintergrundbild anzeigen

Lavin

Die Nähe zu den angrenzenden Talschaften und die gute Erschliessung machen die Nationalparkgemeinde Lavin zum idealen Ausgangsort für Ausflüge.

Lavin hat Charakter und Leben

Lavin lässt man gerne links liegen – oder rechts, je nach dem, ob man von Scuol oder von Zernez kommt. Denn Lavin ist kein typisches Engadinerdorf und liegt eher im Talgrund als am Sonnenhang. Doch das ist gut so, das mit dem Talgrund und dem liegen lassen. Lavin ist keine herausgeputzte, aufgemachte Schönheit, Lavin hat Charakter. Aber den muss man zuerst entdecken, freilegen. Lavin braucht Zeit, denn innere Schönheit eröffnet sich nicht sofort. Und Lavin ist anders, das sieht man sofort.

Dass Lavin anders ist, liegt am verheerenden Dorfbrand von 1869. Eine Feuersbrunst und eine Verkettung von unglücklichen Zufällen – defekter Telegraph, Männer an Viehausstellung in Samedan – legte den Dorfteil zwischen Kirche und Lavinuoz in Schutt und Asche. Drei ältere Bewohner kamen im Feuer ums Leben und gegen 300 waren obdachlos. Die Not war gross, die Solidarität auch, ein Vorläufer der Glückskette sammelte CHF 67207.25. Der Schaden allerdings betrug rund CHF 700000.–.
Den Wiederaufbau überliess man nicht den Lavinern, sondern dieser wurde vom Kanton geplant und durchgeführt. So wurde anstelle der 68 abgebrannten Häuser nur rund die Hälfte wieder aufgebaut. Und dieser Wiederaufbau prägt Lavin bis heute. Denn der Kanton bestimmte nicht nur die Anzahl der neu zu bauenden Häuser, sondern auch den Abstand zwischen ihnen, dieser wurde auf 6,2 Meter festgesetzt, die Strassenbreite auf 4,5 bis 5 Meter. Weil auch die Laviner Zuckerbäcker waren und viele ihr Glück in Italien suchten und auch fanden, stammten Geld, Pläne und Baumeister zu einem grossen Teil aus dem Süden. Deshalb strahlt Lavin heute Italianità aus, verfügt gleichermassen über grosszügige Strassen und Plätze wie auch über eindrückliche Häuser im Palazzostil. Alleine, im Engadin fanden die neuen Häuser keinen Anklang und wurden verspottet. Einen eigentlichen Dorfstolz konnte Lavin also nie entwickeln.
Vielleicht ist aber gerade das der Grund dafür, nebst der luftigen Architektur, dass die Laviner und Lavinerinnen seit jeher offene Geister sind, was sich an Abstimmungen immer wieder zeigt.
Jedenfalls ist in Lavin vieles möglich. Zugezogene werden nicht ausgegrenzt, sondern unterstützt und das Dorf ist kein Museum, sondern lebt aus sich heraus. Bei momentan 230 Einwohnerinnen und Einwohnern kann sich Lavin auf ein aktives Gewerbe stützen. Dazu gehören zwei Hotels mit Restaurant, ein Bistro im Bahnhof, die Bäckerei Giacometti, die Nusstorten in die halbe Welt liefert, eine biologische Gärtnerei, deren Betreiber im Winter Kunst und Keramik machen, einen Sanitär, zwei Schreiner, wovon der eine noch Gitarren baut und bis nach Kanada exportiert, und einen Flechtwerkgestalter. Den Dorfladen hat die Bevölkerung ebenfalls solidarisch gerettet und sorgt bis heute dafür, dass er bestens rentiert. Vielleicht also sollte man Lavin doch nicht links oder rechts liegen lassen, sondern einmal besuchen, es lohnt sich dafür Zeit zu nehmen.

Lavinuoz - Ein Dorf in Bewegung. Angebote für Jung und Alt
Veranstaltungskalender
Gemeinde

 

Empfehlungen

Käsen in Lavin

Dem Käser über die Schulter schauen und die Käseherstellung aktiv miterleben. Dabei gibt es viel über die Käseproduktion, zu Kulturen, Lab, Hart- und Weichkäse zu erfahren.

Ortsbroschüre

Lage

Reisedaten

Zimmer 1
Zimmer zufügen
Suchen

Höhe

1412 m ü. M.

Einwohner

220

Anreise mit dem ÖV

SBB|CFF|FFS
Datum:
Zeit:
Abfahrt
Ankunft

Kontakt

Gäste-Information Lavin
c/o Volg Lavin Pra San Jörg,  7543 Lavin
Tel. +41-81-861 88 00
info@engadin.com
http://www.lavin.ch