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Sent

Feine Kultur, Senter Giebel, Auswandergeschichten und internationale Wander- und Bikewege zeichnen das stolze Engadiner Dorf aus.

Die Sentiner sind und waren schon immer offene Geister, dies zeigen Geschichte und Gegenwart. Pragmatisch waren sie ebenfalls, wie sich später noch zeigen wird. So prägen beispielsweise verschiedene Baustile das Dorf, die Sentiner pflegen einen intensiven Austausch mit den Nachbarländern und die „Randulins“ waren und sind ein wichtiger Bestandteil des Dorfes und der Dorfgeschichte.

Doch der Reihe nach: Sent liegt im unteren Unterengadin auf einer Sonnenterrasse, 1440 Meter über Meer, direkt gegenüber des mächtigen Piz Lischanas. Das Dorf weist vier Fraktionen auf: Crusch, an der Engadinerstrasse gelegen, Sur En auf der anderen Seite des Inns, den Hof Zuort und das Val Sinestra mit dem gleichnamigen und mysteriösen Hotel. Noch um 1850 war Sent mit 1160 Einwohnern das grösste Dorf im Unterengadin. Scuol, das damals noch Schuls hiess, kam nur auf 1041. Mittlerweile haben die Verhältnisse gedreht, heute sind noch rund 900 Bewohner gemeldet.

Ob alle der Weggezogenen effektiv zu Randulins wurden, lässt sich nicht mehr feststellen. Sicher ist aber, dass diese Bevölkerungsgruppe schon immer ein grosser und wichtiger Bestandteil des Dorfes war, 1850 zählte die Gemeinde 219. Mit Randulins, was romanisch ist und auf Deutsch Schwalbe heisst, bezeichnet man die Sentiner, die meistens aus wirtschaftlichen Gründen auswanderten um ihr Glück anderswo zu suchen. Einige von ihnen waren in Ihrer neuen Heimat erfolgreich und brachten es zu Wohlstand. Ihrem Heimatdorf Sent blieben sie aber weiterhin verbunden, sie erstellten die herrlichen Palazzi von Sent, welche heute noch im Sommer von den Nachfahren der Randulins belebt werden.

Noch heute bestellen rund 30 Auslandschweizer, respektive – Sentiner die Abstimmungsunterlagen in der Kanzlei. Die Randulins kümmerten sich jedoch nicht nur für ihre eigenen Häuser, sondern auch für das Wohl des Dorfes und dessen Entwicklung. So initiierten sie die Bibliothek, bezahlten den Schiesstand, liessen die prächtige Allee pflanzen und die Wasserversorgung bauen und selbst ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof liessen sie sich etwas kosten. Sie bezahlten die Gräber, welche alle entlang der Mauer liegen, im Voraus was der Gemeinde finanziellen Spielraum bescherte.

Auch mit den Nachbarn aus dem Südtirol pflegen die Bergler ein freundschaftlich, geschäftliches Verhältnis und dies schon lange. Zum Beispiel als 1576 Sent als letztes Dorf im Unterengadin die Reformation annahm und die überflüssigen Kirchenschätze an das Kloster Marienberg in Mals verkauft wurden.  

Was die Architektur betrifft, so haben auch hier in erster Linie die insgesamt sieben Dorfbrände und der Kanton den Griffel geführt. Nach dem letzten Dorfbrand am 8. Juni 1921 erliess der Kanton Vorschriften zum Wiederaufbau. Wohl sind in der Zwischenzeit einige neue Häuser dazugekommen, der fast schon städtische Charakter Sents aber ist geblieben.

Markantes Wahrzeichen von Sent ist der spitze Turm der Kirche San Lurench aus dem Jahr 1900. Zu entdecken gibt es z. B. das Begegnungszentrum „Grotta da Cultura“ mit seinem abwechslungsreichen Kulturprogramm, die spektakulären Hängebrücken nach Zuort und das mystische Alt-Kurhaus Val Sinestra. Das Museum Sent gewährt Einblick, wie Bauern und Künstler um 1890 gelebt haben. Im Winter lockt die Traumpiste, eine 10 km lange Talabfahrt vom Skigebiet Motta Naluns hinab nach Sent. 

Veranstaltungskalender
Gemeinde

 

Empfehlungen

Museum Sent

Das Museum Sent ist die Kultur der Bauern und Künstler.

Parkin Fundaziun Not Vital

Park am Dorfrand von Sent mit Werken des Künstlers Not Vital.

Ortsbroschüre

Lage

Hotel finden

Anreise

Abreise

Höhe

1430 m ü. M.

Einwohner

908

Anreise mit dem ÖV

SBB|CFF|FFS
Datum:
Zeit:
Abfahrt
Ankunft

Kontakt

Gäste-Information Sent
Sot Pradè 134 ,  7554 Sent
Tel. +41-81-861 88 29
sent@engadin.com
http://www.sent.ch