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Schon früh bereitet sich jedes Jahr die Schuljugend auf diesen alten Brauch vor. In der Schule werden fleissig Chalandamarz-Lieder auswendig gelernt. Zu Hause gilt es indessen, die „Rösas“, den bunten Blumenschmuck aus Seidenpapier zu basteln. Und natürlich muss auch noch rechtzeitig eine schöne und möglichst grosse Kuhglocke für den Umzug aufgetrieben werden. Der blaue Kittel und das rote Halstuch (meist durch eine Zündholzschachtel gezogen) komplettieren das Kostüm.  

Am Morgen des ersten März, dem Jahresanfang im römischen Reich vor dem julianischen Kalender, zieht dann die ganze Schuljugend durch die Strassen und Gassen der Dörfer und feiert ihren „Chalandamarz“. Während der Brauch ursprünglich die Jahreswende zelebrierte, kündigt er heute mit Gesang, Peitschenknall und Glockengeläut den Frühling an und damit das Ende der dunkleren, kalten Jahreszeit. Gefeiert wird Chalandamarz in der ganzen Region. Die Ausprägung des Brauchtums ist jedoch von Dorf zu Dorf verschieden.  

Um an die Wurzeln des Chalandamarz zu gelangen, muss man tief in die Geschichtskiste greifen. Am ersten Tag des Monats „Mars“, einst der Neujahrstag der alten Römer, unterwarfen sich die Jungmänner des Dorfes dem Kommandanten und seinem Stellvertreter, behingen sich mit den grössten und prächtigsten Kuhglocken und begrüssten lautstark das neue Jahr. Inzwischen sind es nicht mehr die jungen Viehbauern, sondern die Volks- und Mittelschüler und seit etwa 30 Jahren auch die Mädchen.

Gäste sind herzlich eingeladen, die Umzüge zu begleiten!

Teaser-Schellenursli
Der Schellen-Ursli und seine Glocke

Schellenursli

Das Kinderbuch «Schellen-Ursli» von Selina Chönz hat dem Buben aus Guarda zu nationaler Berühmtheit verholfen. Zur Erinnerung: Ursli hat für den Chalandamarz nur ein kleines Glöckchen...

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