Piz Quattervals : Das Dach des Nationalparks

Schwer
26.9 km
9:30 h
2100 Hm
2100 Hm
Auf dem Gipfelgrat des Piz Quattervals, Blick nach Norden. Im Mittelgrund der Spi da Tantermozza, im Hintergrund die Berge der Silvrettagruppe.
Auf 2500 m wird das Gelände etwas flacher, der Piz Quattervals ist in Sichtweite. Bald verliert sich der Weg in den Steinen.

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Blick vom Piz Quattervals nach Süden. Rechts der Piz d’Esan, in der Mitte die Val Trupchun und hinten die Dörfer Madulain und La Punt im Oberengadin.
Anspruchsvolle alpine Bergtour (T5) auf den einzigen vollständig im Nationalpark gelegenen Berg, der bestiegen werden darf. Die Route besticht mit einem Blockgletscher und einer schönen Hochgebirgsvegetation – vom Gipfel bietet sich zudem eine aussergewöhnliche Aussicht über die gesamten Zentral- und Ostalpen.
Technik /6
Kondition 5/6
Höchster Punkt  3163 m
Tiefster Punkt  1468 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start Bahnhof Zernez (1471 m ü.M.)
Ziel Bahnhof Zernez (1471 m ü.M.)
Koordinaten 46.69793, 10.090281

Beschreibung

Die Tour führt von der wildromantisch gelegenen Chamanna Cluozza (Übernachtung) durch die Valletta auf den Piz Quattervals. Die Besteigung gilt als alpinistisch anspruchsvoll. In den Felsen können häufig Steinböcke beobachtet werden und ein Boden auf knapp 2500 m ü.M. bietet im Juli eine vielfältige Alpenflora mit Mont Cenis-Glockenblume, kriechendem Nelkenwurz und stengellosem Leimkraut. Ab einer Höhe von 2500 m ü.M. verlieren sich die Wegspuren. Festgelegt ist, dass der Piz Quattervals nur von der Val Cluozza her durch das Seitental Valletta bestiegen werden darf. Andere Routen sind nicht zulässig. Achtung, vor allem im Hoch- und Spätsommer gilt der Piz Quattervalls als steinschlaggefährlich.

Hinweis: Das Mitführen von Hunden ist im Schweizerischen Nationalpark nicht gestattet, auch nicht an der Leine. Weitere Informationen dazu sowie alle Schutzbestimmungen finden Sie unter nationalpark.ch/schutzbestimmungen.

Sicherheitshinweis

Alpine Route (weiss-blau-weiss). Die Tour wird nur für alpinistisch erfahrene Hochgebirgswanderer mit entsprechender Ausrüstung empfohlen. Bei schneebedeckter Flanke ist eventuell mit Lawinen zu rechnen, bei Ausaperung herrscht stellenweise Steinschlaggefahr.

Notruf:
144   Notruf, Erste Hilfe   
1414 Bergrettung REGA
112   Internationaler Notruf

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof Zernez (1474 m ü.M.) durch das Val Cluozza, den ältesten Teil des Schweizerischen Nationalparks, bis zur Chamanna Cluozza (siehe Route „Chamanna Cluozza“). Vor der Besteigung des Piz Quattervals Übernachtung in der Chamanna Cluozza (1862 m ü.M.) – Voranmeldung dringend erforderlich (www.cluozza.ch / Tel.  +41 (0)81 856 12 35).

Von der Chamanna fällt die Route zuerst zur Ova da Cluozza ab, überquert den Bach (1835 m ü.M.) und mündet in die Valletta. Dort folgt der Pfad anfänglich dem Bachverlauf und steigt dann stetig der westlichen Talflanke entlang. Der untere Felsriegel (2200 m ü.M.) wird rechts umgangen, der obere (2400 m ü.M.) wird überstiegen. Der weitere Weg führt über einen breiten Blockgletscher und erreicht im Hochsommer auf ca. 2700 m ü.M. die ersten Schneefelder. Im Frühsommer, wenn noch Hartschnee die ganze Nordflanke des Piz Quattervals bedeckt, ist ab hier eine Route direkt von Norden ratsam. Bei stärkerer Ausaperung empfiehlt es sich, den Nordwestgrat zu besteigen und über Punkt 2985 den Gipfel zu erreichen. Für den Aufstieg sollten die schuttarmen Bereiche gewählt werden (Steinschlaggefahr durch vorausgehende Alpinisten). Nach Neuschneefällen muss zudem beim Durchsteigen der Nordseite eine allfällige Lawinengefahr beachtet werden. Der Weg über den Nordwestgrat führt über Blockschutt und Felsbänder zum Gipfel (3165 m ü.M.). Der Rückweg führt über den Nordwestgrat oder direkt über die Nordflanke wiederum durch die Valletta zur Chamanna Cluozza zurück.

Verantwortlich für diesen Inhalt Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG.

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