Val Mingèr: Natur pur

Mittel
10.8 km
4:35 h
667 Hm
667 Hm
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Val Minger – Sur il Foss – Val Plavna

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Einfache, gemütliche Familienwanderung durch das ursprüngliche Val Mingèr, wo 1904 der letzte frei lebende Bär der Schweiz abgeschossen wurde, und heute Rothirsche in grosser Anzahl zu beobachten sind.
Technik 3/6
Kondition 4/6
Höchster Punkt  2316 m
Tiefster Punkt  1650 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start PostAuto-Haltestelle Scuol, Val Mingèr
Ziel PostAuto-Haltestelle Tarasp, Fontana
Koordinaten 46.730204, 10.30535

Beschreibung

Eine gemütliche, kurze Wanderung durch ein Tal mit einer wechselvollen Geschichte. Vom Bergbaugebiet (daher auch der Name Val Mingèr  – Tal der Mineure) zum sich selbst überlassenen Naturreservat. Neben den guten Beobachtungsmöglichkeiten für Hirsche und Gämsen wartet die Wanderung mit einer schönen Aussicht von Sur il Foss auf.

Hinweis: Das Mitführen von Hunden ist im Schweizerischen Nationalpark nicht gestattet, auch nicht an der Leine. Weitere Informationen dazu sowie alle Schutzbestimmungen finden Sie unter nationalpark.ch/schutzbestimmungen.

Geheimtipp

Ein Besuch im Museum Schmelzra mit der Bärenausstellung ist sehr lohnend. Die erlebnisorientierte Ausstellung gibt einen Einblick in die Vergangenheit, die Lebensweise, die Biologie und die Rückkehr der Braunbären. Sie ist insbesondere auch für Kinder geeignet. 

Auf dem unmittelbar daneben liegenden Bärenerlebnisweg bringen 9 interaktive Stationen kleine und grosse Gäste zum Staunen und vermitteln praktische Tipps zum Verhalten in einem Bärengebiet.

Sicherheitshinweis

Die Tour wurde bei günstigen Witterungsverhältnissen bewertet, die aktuellen Witterungsverhältnisse und Wettervorhersagen müssen vor dem Tourenstart zwingend beachtet werden. Diese Wanderung erfordert eine elementare Alpine Erfahrung, Orientierungsvermögen, Bergschuhe sind dringend empfohlen.

Notruf:
144   Notruf, Erste Hilfe   
1414 Bergrettung REGA
112   Internationaler Notruf

Wegbeschreibung

Die Wanderung beginnt bei der Postauto-Haltestelle Val Mingèr und dem Parkplatz Pradatsch (1654 m ü.M.) im Val S-charl. Bei der Wasserfassung überquert der Weg die Clemgia und steigt über Stufen in ein prächtiges Waldstück mit grossgewachsenen Föhren und Lärchen. Schon bald erreicht der Pfad eine kleine Wiese, deren kurzgeschorener Rasen zeigt, wie viele Huftiere in der Region leben. Durch trockenes Gelände steigt der Pfad an und gibt zwischen Bäumen hindurch den Blick ins nicht zugängliche Val Foraz frei. An der Kante zwischen Val Mingèr und Val Foraz erwartet uns eine markante Felsformation. Bei genauem Hinsehen sind der mächtige Kopf einer Hexe sowie der Hals und Kopf eines Vogels zu erkennen. Im Volksmund heisst dieser von Höhlen und Kerben durchzogene Fels deshalb auch Hexenkopf oder «Cheu da la stria».
Nach zwei Bachquerungen führt der Weg bergauf. Dabei sind am Boden mehrmals schwarze Reste von Kohlemeilern zu sehen, Zeugen aus jener Zeit, als die Wälder des Nationalparks als Energiequellen intensiv genutzt wurden. Bald erscheint über der flachen Sichel von Sur il Foss die markante Pyramide des Piz Plavna Dadaint. Kurz nach dem Verlassen des geschlossenen Waldes folgt der Rastplatz Val Mingèr (2168 m ü.M.). Nach dem Rastplatz wendet sich der Weg nach Westen, in Richtung Sur il Foss. Südlich des Pfades sind einige besonders kräftige Arven zu sehen, die hier die Baumgrenze bilden. Nun geht es steil aufwärts bis auf die Passhöhe von Sur il Foss (2317 m ü.M.).
Ab hier führt die Route auf gleichem Weg zurück zum Ausgangspunkt Pradatsch.

Varianten
Es bieten sich aber auch Varianten an: Ein Abstieg durch die Val Plavna nach Tarasp macht die Wanderung zur Rundtour, und eine Fortsetzung über die Fuorcla Val dal Botsch (siehe Routenbeschrieb «Fuorcla Val dal Botsch») nach Il Fuorn zur attraktiven Passwanderung.

Verantwortlich für diesen Inhalt Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG.

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