Schloss Zernez

Schloss Planta von Wildenberg

Schloss Planta von Wildenberg
Schloss Planta von Wildenberg

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Zernez
Zwischen dem einstigen Hof Wildenberg und dem heutigen Schloss Planta-Wildenberg liegt ein langer, geschichtsträchtiger Weg, der durchaus als filmreifes Drama mit glücklichem Ausgang durchgehen könnte.

Beschreibung

Das Schloss steht majestätisch in der Ebene unter dem Kirchhügel und markiert den Übergang zum alten Dorfteil Runatsch. Nur der quadratische Turm erinnert noch an längst vergangene Zeit. Dieser mittelalterliche Wohnturm entstand vermutlich um 1280 und war Eigentum der Herren Planta-Wildenberg. Der unbeliebte Schlossherr Rudolf von Planta ließ als Statut-Richter Hinrichtungen vollstrecken, was ihm die Bevölkerung übelnahm. Er wurde der Sympathie mit den Katholiken verdächtigt, 1618 vom Gericht geächtet und in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Unter Führung seines Gegners Baptista von Salis verwüsteten die Engadiner sein Schloss, er aber floh. 1627 wurde er österreichischer Hauptmann und herrschte wieder in Zernez, zum Leidwesen der Einwohner, die es wiederaufbauen mussten. Im Laufe der Jahrhunderte gab es viele Besitzerwechsel: Vom Bischof von Chur, Conrad Planta aus Zuoz, Ritter Rudolf von Planta, Familien Bezzola und Hemmi bis zur Gemeinde Zernez.

Sein heutiges Aussehen erhielt das Schloss durch Um- und Anbau der zwei zusätzlichen Trakte im 18. Jahrhundert. Wie durch ein Wunder wurde es vom grossen Dorfbrand verschont. Im Jahre 1985 erwarb es die Gemeinde Zernez zur Nutzung als Gemeindehaus. Seit 2007 beherbergt es die Nationalparkverwaltung.

Während des Nationalpark Kino-Openairs verwandelt sich der Schlosshof in eine märchenhafte Filmkulisse. Die Dramen spielen sich jetzt nur noch auf der Leinwand und nicht mehr hinter den Schlossmauern ab.

Wegbeschreibung

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Mit der Rhätischen Bahn (Landquart, St. Moritz, Pontresina und Scuol) stündlich bis Zernez
  • Mit dem Postauto (ab Malles/Müstair)
  • Mit Engadinbus ab La Punt-Chamues-ch

Anfahrt

  • Von Zürich - via Landquart – Prättigau – Klosters - Davos – Flüelapass – Susch nach Zernez. Weitere Zufahrts-Pässe sind via Chur-Thusis-Tiefencastel über den Albula-Pass (nur im Sommer offen) oder den Julier Pass. Bei Schneetreiben ist eine Überfahrt über die Pässe meist nur mit Ketten oder 4x4-Fahrzeugen gestattet.
  • Von Osten: Via Landeck/Österreich – entlang der Engadiner-Sterasse - Scuol – Zernez
  • Von Süden: Via Ofen-Pass (Val Müstair), von  Livigno oder via Reschen-Pass – Scuol, wie auch vom Oberengadin via Samedan – Zuoz nach Zernez
  • Falls Sie eine Passfahrt mit dem Auto umgehen werden möchte, bietet sich die Möglichkeit, den Wagen auf die Schienen zu verladen, von Klosters/Selfranga nach Sagliains/Lavin und umgekehrt (Gäste bleiben im Auto sitzen). 

Parken

  • Kostenlos auf dem Alossai-Parkplatz, dem Gemeindehaus-Parkplatz oder dem Parkplatz des Familienbades.
  • Weitere Parkplätze am Bahnhof und bei Prà da Punt jeweils auch mehrtägig nutzbar.

Karte

Verantwortlich für diesen Inhalt Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG.