Alp Valmala

Alp Valmala
Hoch über der Val Tasna liegt die Alp Valmala. Ein Ort, an dem jeden Sommer rund 130 bis 140 Ziegen weiden. Dort wo Grauschimmelkäse entsteht und Tradition noch gelebt wird.

Die Alp Valmala

Seit rund 35 Jahren werden auf der Alp Valmala Ziegen gesömmert. Kein einziger Sommer ist seither vergangen, ohne dass die Tiere hier oben waren.

Was einst aus einer Idee mehrerer Ziegenhaltende entstand, ist heute eine feste Institution im Unterengadin. Anfangs sömmerten auch Tiere aus Guarda hier. Später ging man getrennte Wege. Heute stammen die meisten Ziegen von Unterengadiner Landwirtschaftstreibende.

Die Alp ist bewusst überschaubar geblieben. Mehr Tiere wären weder vom Platz noch vom Arbeitsaufwand her möglich. 

Jon Paul Thom

Jon Paul Thom

Alpmeister mit Herz

Jon Paul Thom ist in Ardez geboren und aufgewachsen. Über 40 Jahre führte er einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Mutterkühen und Anguszucht. Heute hat er die Kühe seinem Sohn übergeben. Geblieben sind ihm die Ziegen und Schafe, um die er sich weiterhin mit Herzblut kümmert.

Seine Geschichte begann mit zwei Ziege. Sie wurden zum Fundament für alles, was folgte.

Die Ziegen

Charaktertiere mit Hierarchie

Oft gibt es über mehrere Jahre dieselbe Leitziege. Fällt sie weg, übernimmt eine andere. Auch bei den Böcken gibt es Veränderungen. Alle zwei Jahre kommen neue dazu. 

Die Tiere verbringen den Sommer auf den Weiden oberhalb der Val Tasna. Im Herbst kehren sie zurück ins Tal. Beim Alpabzug ziehen sie geschmückt durch Ardez. Ein Moment, der viele Einheimische und Gäste bewegt.

Mehr zum Alpabzug in Ardez

Alp Valmala

Sabine und Tobias

Die Hirten mit Ausdauer

Seit über 20 Jahren prägen Sabine und Tobias den Sommer auf der Alp Valmala. Ursprünglich kamen sie aus Deutschland für ein Zwischenjahr. Aus einem Sommer wurden viele.

Ihr Tag beginnt um 5 Uhr morgens mit dem Melken und endet oft erst gegen 21 Uhr. Jede Woche wechseln sie die Aufgaben. Eine Person ist im Stall und in der Käserei, die andere bei den Ziegen auf der Weide.

Der Grauschimmelkäse

Eine zufällige Spezialität

Die Alp Valmala ist die einzige Alp, die ihren Käse bewusst grau schimmeln lässt.

In den Anfangsjahren wurde das regelmässige Putzen der Laibe zu aufwendig. Also liess man den Käse schimmeln.

Heute ist der Keller so geprägt, dass jeder Laib nach zwei Tagen grau wird. Eine andere Produktion ist nicht mehr möglich.

Was einst aus Pragmatismus entstand, ist heute Markenzeichen und Besonderheit zugleich.

Cooppatenschaft

Coop-Patenschaft

Unterstützung mit Wirkung

Die Alp Valmala ist seit Beginn Teil der Coop Patenschaft für Berggebiete.

Für CHF 95.00 kann eine Person für ein Jahr Pat:in einer Ziege werden. Ein Teil des Beitrags bleibt direkt auf der Alp. Ein weiterer Teil fliesst in einen Fonds, aus dem Alpen Beiträge für notwendige Investitionen beantragen können.

Dank der Unterstützung konnte die gesamte Käserei modernisiert werden. Neue Einrichtungen wie Dampfkessel wurden vollständig finanziert. Solche Investitionen wären ohne die Patenschaft kaum realisierbar gewesen.

Im Sommer finden Besuchstage statt. Rund 40 Pat:innen aus der ganzen Schweiz reisen jeweils auf die Alp, um ihre Patenziege kennenzulernen und einen Einblick in das Leben und Arbeiten auf der Alp Valmala zu erhalten.