Architektur Susch

Turm la Praschun

Der Turm La Praschun, was wörtlich übersetzt Gefängnis bedeutet, steht am östlichen Ende des Dorfes Susch.

Beschreibung

Sitznischen an einem kleinen Fenster im zweiten Stockwerk der Westwand, Reste eines hölzernen Aborterkers daneben und ein nach aussen herausragende auf Holzbalken ruhender Backofen, weisen auf die einstige Bewohnbarkeit des Turmes hin.

Der aus Bruchsteinen erstellte Turm stammt aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Er weist einen quadratischen Grundriss mit einer Mauerlänge von 7,5 Metern auf. Die Mauerdicke beträgt im Erdgeschoss 1,3 Meter und verjüngt sich in den oberen beiden Stockwerken auf rund 1 Meter. An den Fassaden sind noch schmale Scharten und Viereckfenster sichtbar. Die grossen Fenster an der Ost- und Nordseite sind neueren Datums, ebenso der heutige Eingang auf der Südseite.Im zweiten Geschoss wurde im 18. Jahrhundert ein getäferter Tanzsaal mit Estrade und einem Podest für die Musiker eingerichtet.

In nachmittelalterlicher Zeit wurden im Erdgeschoss des Turmes Gefängniszellen eingebaut, später diente er als Munitionslager und ab 1849 als Feuerwehrlokal. Heute steht der Turm leer und ist im Besitz der Gemeinde.

Wegbeschreibung

Öffentliche Verkehrsmittel

  • Bahnhof Haltestelle Susch - von dort aus zu Fuss

Parken

  • Parkmöglichkeiten im Dorf

Karte

Verantwortlich für diesen Inhalt Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG.

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