Botschafter für Engadin Scuol Zernez

Nevin Galmarini

Nevin Galmarini. Bild: Dominik Täuber.
«Ich glaube ich stand im Jahre 1996, also als ich zehn war, zum ersten Mal auf dem Snowboard. Mein Bruder hat ein Jahr vor mir angefangen und natürlich musste ich ihm alles nachmachen. Das Snowboarden hat mich von Anfang an total gepackt und wie man sieht nicht mehr losgelassen».

Galmarini fordert sich mit intensiver Bike-Tour

Nevin Galmarini trainiert auch wenn er zu Hause bei seiner Familie und Freunden in Ardez ist

«Natürlich trainiere ich auch, wenn ich nicht mit der Nationalmannschaft unterwegs bin».

Wir wollten wissen wo... 

«Selbstverständlich ist und war die Nähe zum Skigebiet Motta Naluns ein entscheidender Faktor für den Erfolg meiner Karriere. Nirgends sonst habe ich mehr Kilometer auf dem Snowboard zurückgelegt. Auf der 'Motta' habe ich gelernt richtig zu Snowboarden und auch heute bin ich oft im Skigebiet anzutreffen. Aber auch im konditionellen Bereich hat es  hier im Unterengadin die perfekte Infrastruktur. Ich nutze regelmässig die Trainingsräume der Sportschule des Hochalpinen Institut in Ftan HIF und auch das Fitnesscenter in Scuol. Die für mich wichtigste Infrastruktur ist aber noch besser und für alle zugänglich: Die Natur! Das Unterengadin hat die besten Biketrails, die besten Wanderwege, die besten Langlaufloipen, etc. Ich kann diese Schätze jedem nur empfehlen».

Nevin Galmarini
Für mich ist Snowboard Alpin Adrenalin pur: Man spürt in den Kurven die Fliehkraft und kann sich extrem tief in die Kurven hinein lehnen.

Nevin Galmarini Profi-Snowboarder

Du bist also nicht nur auf dem Brett und im Winter in deiner Heimat im Unterengadin anzutreffen? 

«Nein, bei Weitem nicht. Ich mache wirklich viele Sportarten, aber am meisten, nebst dem Snowboarden natürlich, bin ich wohl auf dem Mountainbike anzutreffen. Mir gefällt die Vielseitigkeit beim 'biken', denn es braucht Kraft, Ausdauer, Mut und Technik. Und es gibt so viele Trails im Unterengadin, dass jede Bikerunde wieder etwas Neues bietet.

Sonst gehe ich gerne Windsurfen und Wellenreiten, ich spiele Fussball und stehe auch ab und zu auf den Langlaufski. Eigentlich bin ich für alles zu haben. 
Da ich während ca. neun Monaten, also von August bis April auf dem Schnee bin vermisse ich den Schnee im Sommer nicht wirklich. Trotzdem kommt bei mir jeweils etwas Wehmut auf, wenn wieder ein Winter vorüber ist.

Zwischen April und Mai ist für mich die einzige Zeit, wo ich in die Ferien gehen kann. Da gehe ich jeweils zwei bis drei Wochen irgendwo auf Reisen. Eigentlich immer ist dann das Surfboard oder das Mountainbike dabei. Wenn ich aus den Ferien zurück bin, beginne ich sofort mit dem Konditionstraining. Im Mai, Juni und Juli lege ich die Basis für eine erfolgreiche Saison. Hier gilt es jedes Jahr wieder einen Schritt weiter zu kommen. Ich versuche die Testwerte aus dem Vorjahr zu knacken, um dann ab August auf dem Schnee noch schneller zu sein».

 

…zurück zu deiner Leidenschaft, dem Snowboarden, was sollten wir über die Olympia-Disziplin Alpine Snowboarden wissen?

«Es ist einfach eine super Sportart! Man spürt in den Kurven die Fliehkraft und kann sich extrem tief in die Kurven hinein lehnen. Die Wettkämpfe sind dank des Parallel Modus sehr einfach verständlich. Wer schneller ins Ziel kommt, ist eine Runde weiter. Dadurch entstehen spannende Duelle, wo jeweils beide Athleten absolut am Limit fahren. Wenn jemand interessiert ist, diese Sportart zu lernen oder seine Alpin Snowboard Fähigkeiten zu verbessern, dann kann man mich gerne über carvingcamp.ch kontaktieren».

Snowboarden im Engadin
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Lieblings-Piste

«Siert» unter dem Skilift Salavina

«Man hat hier Platz für grosse und schnelle Schwünge und die Steilheit stimmt. Falls Neuschnee liegt und es die Lawinensituation zulässt, bieten sich neben der Piste beste Freeride-Möglichkeiten».
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Lieblings-Biketrail

Durch das wilde Val Tasna nach Ardez

«Anspruchsvolle Singletrail von der Alp Laret runter ins Tasna-Tal. Ideal für fortgeschrittene Biker. Man überquert den Bach und fährt auf der anspruchsvollen Seite bis nach Ardez».
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Lieblings-Beiz

Ausgehtipp

«Nach einem Tag auf der Piste treffen sich Einheimische und Touristen in der Apres-Ski Bar Marmotta. Wer es ruhiger mag, kann in der Hotel Belvédère Bar in relaxtem Ambiente ein Glas Wein trinken».
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Nevin Galmarini

Alpin Snowboard Profi aus Ardez

Geburtsdatum: 4. Dezember 1986

Disziplin: Snowboard Alpin; Nationalmannschaft seit 2010 (Parallel Slalom und Parallel Riesenslalom)

Club: Club da Snowboard Umblanas

Sprachen: Deutsch, Gebärdensprache, Englisch, Romanisch, Italienisch

Credo: Kampfbereitschaft und Einsatz / Spass und Bescheidenheit

Grösste Erfolge:

  • Olympiasieger Pyeonchang 2018
  • Gesamtweltcupsieger 2018
  • Bündner Sportler des Jahres 2018
  • WM Bronzemedaillen Gewinner Sierra Nevada/ESP 2017
  • Weltcupsieger Rogla 2017 Olympia Silbermedaillen Gewinner SOCHI 2014
  • Schweizer Meister 2009, 2011, 2012, 2014, 2016, 2017
  • 5. Rang Gesamtweltcup 2014/2013.



 

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Wir freuen uns, Nevin Galmarini am FIS Snowboard Weltcup Scuol vom 8. Januar 2022 mit dabei zu haben!