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Snowboard Weltcup in Scuol: «Schweizer Podestplätze sind realistisch»
Am 10. Januar duellieren sich in Scuol die Besten im Snowboard Alpin. Wer aus der Schweiz hat Chancen auf das Podest?
Bei den Männern kann Dario Caviezel jederzeit gewinnen. Die Frauen sind breiter aufgestellt. Mehrere können im Weltcup abliefern. Meine Favoritin ist Julie Zogg. Podestplätze sind immer möglich!
Die Duelle im Parallelslalom sind spektakulär und gnadenlos: Nur wer vier Läufe in Serie gewinnen, holt den Sieg. Wer schafft das?
Jemand mit der Erfahrung und Coolness, konstant die bestmögliche Fahrt zu zeigen.
Fit und schnell sein reicht nicht?
Speed ist die Basis, für den Erfolg muss aber vieles zusammenspielen. Was tun Gegnerin oder Gegner, welche Taktik passt, was sagt das Team über die Piste? Es ist komplex – und deshalb gefährlich, gegen Junge zu fahren.
Weshalb?
Junge geben gerne Vollgas und riskieren alles. Wenn das aufgeht, wird es für gestandene Profis eng. Volles Risiko führt aber selten ins Finale.
Live vor Ort
- Erleben Sie das Rennspektakel direkt vor Ort: Das Zielgeländer befindet sich bei der Bergstation Prui, einfach zu erreichen mit dem Sessellift ab Ftan.
- Qualifikation von 9 bis 11 Uhr, Finale von 13 bis 15 Uhr, anschliessend Siegerehrung.
- Der Zugang zum Rennen ist kostenlos.
- Komfortables Erlebnis: Mit dem VIP-Ticket sind Speisen und Getränke im Hospitality-Bereich inklusive.
Wie trainiert man Coolness?
Ich übte, auch unter Druck smart zu fahren. Ich wollte mich nicht nur auf das fahrerische Können verlassen. Dafür löste ich während Trainingsläufen auch mal Rechenaufgaben, legte mir parat, wann ich wie reagieren werde. Das Ziel ist, in jeder Situation bewusst zu entscheiden.
Wie hat sich das Material entwickelt?
Heute fahren sich die Bretter viel ruhiger als früher. Die Bindung ist wie beim Renn-Ski auf einer Platte montiert. Diese ist nicht starr mit dem Brett verbunden. Dadurch biegt sich das Brett in Kurven gleichmässig durch und fährt wie auf Schienen.
Macht Rennmaterial auch in der Freizeit Spass?
Das Plattensystem ist anfangs sehr ungewohnt, doch auf einem Carving-Brett macht es schnell enorme Freude. Rennbretter mit ihren grossen Kurvenradien würde ich jedoch nicht empfehlen.
Wenn der Startschuss zum VISA FIS Snowboard Weltcup startet: Worauf bist du als ehemaliger Olympia-Sieger am meisten gespannt?
Ich bin auf drei Ebenen ziemlich angespannt: Als OK-Mitglied ist mir sehr wichtig, dass alles funktioniert und die Athletinnen und Athleten zufrieden sind. Dann hoffe ich auf gutes Wetter. Das ermöglicht eine gute Piste und faire Rennen. Und als absoluter Fan des Schweizer Teams hoffe ich natürlich, dass unsere Fahrerinnen und Fahrer abräumen.