Ort Tschlin

Grenzen, Brände, Romerzeiten

Tschlin
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Tschlin

Die Grenze von Tschlin zu Österreich erstreckt sich von Martina aus, windet sich hinauf und führt euch durch die bezaubernden Seen Schwarz- und Grünsee. 

Beschreibung

Die Grenze von Tschlin zu Österreich erstreckt sich von Martina aus, windet sich hinauf und führt euch durch die bezaubernden Seen Schwarz- und Grünsee. Von Martina entlang des Inns bis zum Alfinstermünst – eine Reise, die mit Geschichten durchwoben ist.

Alfinstermünst selbst birgt eine faszinierende Historie. Die Via Claudia, ein Pfad aus römischen Zeiten, zog einst von Rom über Mailand, durch Nauders, Habsburg und München. Diesen alten Pfad könnt ihr heute noch mit einer Audioguide-Tour erkunden. Ein echtes Stück Geschichte unter euren Füssen. Die Römer kamen hierher auf der Suche nach Weinreben, die sie in dieser malerischen Umgebung fanden. Mit der Zeit brachten sie Kartoffeln mit und kultivierten Gerste, Weizen, Roggen und Hafer. Diese Gemeinschaft war autark und stolz darauf. Ihre Abstammung reicht bis zu den Römern zurück.

Das Jahr 1856 war geprägt von einem verheerenden Brand, der Tschlin bis auf die Mauern zerstörte. Das Dorf wurde jedoch mit tatkräftiger Unterstützung aus dem Engadin, Frankreich und dem Unterland wiederaufgebaut. Eine Zeit des Wiederaufbaus, geprägt von der Abstammung von Napoleon, der hier einst mit den Habsburgern kämpfte.

Graubünden trat erst 1801 der Schweiz bei, vorher existierten drei Bünde. Napoleon zeichnete die Grenzen und setzte Valtenina nach Italien. Im Jahr 1680 legten 8 Mitglieder aus Tschlin und 8 aus Nauders die Grenze bis Martina fest, die bis heute unverändert geblieben ist.

Nach dem Brand wurde Tschlin in kürzester Zeit wieder aufgebaut, wenn auch mit bescheideneren Häusern. Geldmangel verhinderte weitere Verbesserungen. Die meisten Menschen lebten von der Selbstversorgung, grosse Familien jagten und ernährten sich das ganze Jahr über von Wildfleisch. In schwierigen Zeiten hielt der Wildhüter ein Auge zugekniffen.

Tschlin blieb von beiden Weltkriegen verschont, aber zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert brannten alle Dörfer mindestens einmal ab. Die Herrscher von Nauders marschierten in die Schweiz und verlangten Waren, und wenn diese nicht geliefert wurden, wurden Dörfer bestraft oder angezündet. Tschlin erlebte insgesamt drei Brände.

Wegbeschreibung

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Rhätischen Bahn (von Chur, Prättigau oder Oberengadin) stündlich bis Scuol-Tarasp

Stündliche PostAuto-Verbindung von Scuol, staziun bis Tschlin

Anfahrt

Von Norden: über Landquart – Klosters per Autoverlad durch den Vereinatunnel (Selfranga - Sagliains) oder über den Flüelapass ins Unterengadin auf H27

Von Osten: via Landeck / Österreich in Richtung St. Moritz auf H27

Von Süden: via Reschenpass (Nauders-Martina) oder Ofenpass (Val Müstair-Zernez) auf H27

Tschlin ist ab der Engadinerstrasse H27 bei Strada in zehn Fahrminuten zu erreichen.

Parken

Kostenpflichtige Parkplätze beim Eingang des Dorfes vorhanden.

Karte

Grenzen, Brände, Romerzeiten

Verantwortlich für diesen Inhalt Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG.

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